Kommunikation · Mobilfunk

NB-IoT für Wasser- und Wärmezähler

Den Wasserzähler H2O und den Wärme- und Kältezähler DELTA III gibt es in allen Nennweiten auch mit NB-IoT. Die Zähler senden ihre Werte direkt über das Mobilfunknetz, ohne Buskabel und ohne eigenes Funknetz.

So funktioniert es

Vom Zähler über den Mobilfunkmast zur Auswertung

Keller oder SchachtHelvatron H2ONB-IoTDELTA IIINB-IoTNB-IoT-Modul mit SIMMobilfunkmastdes NetzbetreibersLizenziertes Mobilfunkbandgute Durchdringung von Wänden und SchächtenKein eigenes Gateway nötigNetz des MobilfunkbetreibersSIM-Prüfung, Weiterleitung ins InternetServer oder Datenplattformempfängt und dekodiertDaten über das InternetJoulio-Web oder LeitsystemAuswertung und Abrechnung
  1. Zähler mit NB-IoTH2O oder DELTA III mit NB-IoT-Schnittstelle, auch im Keller oder Schacht. Der Zähler braucht eine SIM und einen Vertrag mit einem Netzbetreiber.
  2. Funk zum MobilfunkmastDer Zähler sendet kurze Datenpakete im lizenzierten Mobilfunkband an den nächsten Mast. Ein eigenes Gateway ist nicht nötig.
  3. Netz des BetreibersDas Mobilfunknetz prüft die SIM und leitet die Daten weiter.
  4. Server empfängtEin Server oder eine Datenplattform nimmt die Pakete entgegen und dekodiert die Messwerte.
  5. AuswertungJoulio-Web oder das Leitsystem zeigen Verbrauch, Energie und Alarme und rechnen ab.
Vereinfachte Darstellung. Netzabdeckung, SIM und Datenplattform werden im Projekt festgelegt.

Was ist NB-IoT?

NB-IoT steht für Narrowband Internet of Things. Es ist ein Mobilfunkstandard für Geräte, die selten kleine Datenmengen senden und lange mit einer Batterie auskommen müssen, etwa Zähler. NB-IoT nutzt lizenzierte Frequenzen der Mobilfunkbetreiber und deren bestehende Masten.

Für die Planung heisst das: Statt Busleitungen oder eigener Gateways braucht jeder Zähler eine SIM beziehungsweise ein SIM-Profil und einen Datenvertrag. Die Daten laufen über das Netz des Betreibers zu einem Server oder einer Datenplattform.

Wann passt NB-IoT?

  • Einzelne oder weit verstreute Messpunkte, etwa Hausanschlüsse, Schächte oder Aussenstationen
  • Gebäude, in denen sich kein Bus verlegen lässt und kein LoRa-Netz vorhanden ist
  • Projekte, die keine eigene Funkinfrastruktur betreiben wollen

Grenzen und Voraussetzungen

  • Am Einbauort muss ein Netzbetreiber NB-IoT-Abdeckung bieten. Sie ist nicht in allen Ländern und Regionen gleich.
  • Pro Zähler fallen SIM- und Datenkosten an.
  • Das Sendeintervall beeinflusst die Batterielaufzeit.
  • SIM, Netzbetreiber und Datenplattform werden im Projekt festgelegt. Wir beraten Sie dazu.

Vergleich

NB-IoT oder LoRa?

Beide sind Funktechniken für sparsame Geräte. Der Unterschied liegt vor allem darin, wem das Netz gehört.

MerkmalNB-IoTLoRa
NetzMobilfunknetz eines Betreiberseigene oder gemeinsam genutzte Gateways
Frequenzenlizenzierte Mobilfunkbänderlizenzfreies 868-MHz-Band (Europa)
Infrastruktur vor Ortkeine, Abdeckung des Betreibers nötigGateway in Reichweite nötig
Laufende KostenSIM- und Datenvertrag je ZählerBetrieb von Gateways und Network Server
Geeignet fürverstreute Einzelstandorteviele Zähler auf einem Areal

Mehr zu LoRa: LoRa für Wasser- und Wärmezähler

H2O mit NB-IoT

In allen Nennweiten erhältlich, vom Gewindezähler DN15 bis zum Flanschzähler.

Zum H2O

DELTA III mit NB-IoT

In allen Nennweiten erhältlich, Schnittstellenkennung ABN in der Bestellnummer. Die Kommunikationskarte lässt sich tauschen, etwa von M-Bus auf NB-IoT.

Zum DELTA III

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