Wissen · Grundlagen

Wasserzähler oder Wärmezähler?

Beide sitzen in einer Wasserleitung, beide können mit Ultraschall messen. Sie beantworten aber verschiedene Fragen.

Was misst ein Wasserzähler?

Ein Wasserzähler wie der H2O misst das durchfliessende Volumen in Kubikmetern. Ob das Wasser kalt oder warm ist, spielt für die Messgrösse keine Rolle; die Temperaturklasse legt nur fest, bis zu welcher Wassertemperatur der Zähler eingesetzt werden darf. Massgebende Normen sind die Messgeräterichtlinie MID, OIML R 49 und ISO 4064, für Ultraschallzähler zusätzlich EN 14154.

Was misst ein Wärmezähler?

Ein Wärmezähler wie der DELTA III misst Energie in kWh, MWh oder GJ. Dazu braucht er drei Bauteile: einen Durchflusssensor, zwei Temperaturfühler und ein Rechenwerk. Das Rechenwerk berechnet die Energie aus dem Volumen, der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf und dem Wärmekoeffizienten. Massgebend sind die MID und die Norm EN 1434.

Und ein Kältezähler?

Technisch arbeitet ein Kältezähler wie ein Wärmezähler, nur ist die Temperaturdifferenz umgekehrt: Der Rücklauf ist wärmer als der Vorlauf. Der DELTA III erfasst Wärme und Kälte in getrennten Registern und eignet sich damit für Anlagen, die beides liefern, sowie für Fernkälte.

Gegenüberstellung

FrageWasserzähler H2OWärmezähler DELTA III
MessgrösseVolumen in m³Energie in kWh, MWh, GJ, Gcal
BauteileMessrohr mit ElektronikDurchflusssensor, Fühlerpaar, Rechenwerk
TemperaturenMaximal- und Minimalwert, falls verwendetVorlauf und Rücklauf, laufend
NormenMID, OIML R 49, ISO 4064, EN 14154MID, EN 1434
Typische AbrechnungKalt- und WarmwasserHeizung, Kühlung, Fernwärme, Fernkälte

Warmwasser: Wasserzähler oder Wärmezähler?

Für die Abrechnung von Warmwasser nach Volumen genügt ein Wasserzähler mit passender Temperaturklasse, beim H2O standardmässig T50, auf Anfrage T70 oder T90. Wer die Energie für die Warmwasserbereitung abrechnen will, braucht dagegen einen Wärmezähler im Ladekreis des Speichers.

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